Onlinegeschäft und Bezahlsysteme

Deutschland gehört weltweit zu den fünf wachstumsstärksten Märkten für Onlinegeschäfte. Vor der Bundesrepublik liegen laut der Unternehmensberatung A.T. Kearney die USA, China, Großbritannien und Japan. Der Handelsverband Deutschland erwartet 2015 mit E-Commerce, darunter versteht man den Handel im Internet, einen Umsatz von 43,6 Milliarden Euro nach 39 Milliarden Euro 2014. Für viele Deutsche ist der Einkauf im Internet zum Alltag geworden. Nach wie vor werden viele Interneteinkäufe mittels Vorauskasse oder Einzugsermächtigung beglichen. Gängig ist auch die Kreditkartenzahlung. Das weltweit am meisten genutzte Bezahlsystem ist PayPal. Die gleichnamige Firma war bis Juli 2015 eine e-Bay-Tochter. Seitdem werden ihre Aktien an der Technologiebörse Nasdaq gehandelt.

Interneteinkäufer eröffnen bei PayPal ein kostenloses Käuferkonto, wo sie ihre Bankverbindung oder Kreditkartendaten hinterlegen. Zum Bezahlen klicken Sie dann im Shop auf den PayPal-Knopf oder den entsprechenden Link. Es folgt eine Weiterleitung zur PayPal-Website. Dort meldet sich der Kunde mit E-Mail-Adresse und selbst gewähltem Passwort an und bestätigt den Betrag. Das Bezahlen ist für Käufer gebührenfrei, ebenso das Senden von Euro an andere PayPal-Konten. Die Händler richten ein PayPal-Konto ein. Das Händlerkonto kostet nichts, aber beim Verkauf erhebt PayPal eine Gebühr. Meist sind es 1,9 Prozent zuzüglich 0,35 Euro pro Transaktion.PayPal fungiert als eine Art digitale Bank, die ein virtuelles Konto mit allen Geldbewegungen verwaltet und über eine Schnittstelle zu deinem echten Bankkonto verfügt.

 

Amazon Payments ermöglicht auf Websites Dritter (nicht Amazon), die das System akzeptieren, die bei Amazon hinterlegten Zahlungsdaten zu nutzen, um für Waren und Dienstleistungen zu bezahlen. Wie bei PayPal müssen Zahlungsdaten dem Händler nicht preisgegeben werden.

Das Zahlungssystem Sofortüberweisung der Sofort GmbH ist ein Pseudo-Vorkasse- system, da der Händler nicht die Zahlung, aber eine Zahlungs- bestätigung sofort erhält. Dadurch agieren viele Händler wie bei Vorkasse und geben Waren oder Downloads sofort frei. Bei der Sofortüberweisung übermittelt der Käufer die PIN seines Bankkontos sowie eine einzelne TAN an die Sofort GmbH. Diese führt nach Überprüfung des Kontostandes die Überweisung aus und teilt dem Händler sofort die Transaktion mit.