Eine starke genossenschaftliche Regionalbank

Volksbank Esslingen eG und Volksbank Kirchheim-Nürtingen eG wollen die Zukunft gemeinsam gestalten

Angesichts der dynamischen Veränderungen im Finanzdienstleistungssektor wollen die Volksbank Esslingen eG und die Volksbank Kirchheim-Nürtingen eG im Zuge einer Verschmelzung die Weichen für eine gemeinsame und erfolgreiche Zukunft als eine starke genossenschaftliche Regionalbank stellen. Der Zusammenschluss der beiden Häuser soll im Jahr 2020 erfolgen. Eine Bündelung der Kräfte ist – so die feste Überzeugung der Vorstände und Aufsichtsräte beider Kreditgenossenschaften – die richtige strategische Antwort auf die künftigen Herausforderungen. 

Eine starke genossenschaftliche Regionalbank. Foto: Volksbank Esslingen eG

Die Volksbank-Vorstände (stehend v. l.) Markus Schaaf, Heinz Fohrer (beide Volksbank Esslingen eG), Eberhard Gras, Martin Winkler (beide Volksbank Kirchheim-Nürtingen eG) und die Aufsichtsratsvorsitzenden (sitzend, v. l.) Dieter Roos (Volksbank Esslingen eG) und Prof. Dr. Susanne Ertle-Straub (Volksbank Kirchheim-Nürtingen eG) bei der Unterschrift der Absichtserklärung am 18. November 2019.

 

Fusion identischer Herausforderungen

Die geschäftspolitische Ausrichtung der zwei Häuser ist ähnlich, beide stehen auf einem wirtschaftlich gesunden Fundament. Der angestrebte Zusammenschluss ist eine logische Fortsetzung der strategischen Unternehmensentwicklung beider Kreditinstitute. „Es ist eine Fusion von zwei erfolgreichen Partnern aus einer Position der Stärke.“, unterstreicht Heinz Fohrer, Vorstand der Volksbank Esslingen eG.

Mehr Leistung für Kunden

Von der größeren Einheit versprechen sich die zwei benachbarten Banken Vorteile für alle Seiten. Eberhard Gras, Vorstand der Volksbank Kirchheim-Nürtingen eG: „Im Mittelpunkt stehen unsere Mitglieder mit ihren Zielen und Wünschen. Durch den Zusammenschluss sind wir in der Lage, die dynamischen Veränderungen im Finanzdienstleistungssektor und damit verbundene wachsende Herausforderungen besser zu meistern – wie z. B. Investitionen in das Beratungsangebot oder in die Digitalisierung.“

Mitglieder und Kunden sollen somit künftig ein noch größeres und spezielleres Beratungs- und Betreuungsangebot nutzen können – zumal sich beide Genossenschaftsbanken als leistungsstarker und verlässlicher Partner der regionalen Wirtschaft und Privatkunden verstehen. Ein wichtiges Ziel ist dabei der Erhalt der Kundennähe und die Stärkung der regionalen Verankerung. Die vorhandenen Gebäude erlauben eine dezentrale Struktur und sichern die Präsenz genossenschaftlicher Finanzdienstleistung in der Region. So werden auch in Zukunft persönlicher Service, qualifizierte Beratung und schnelle Entscheidungen vor Ort gewährleistet sein.

Attraktiver Arbeitgeber

„Für die Mitarbeiter“, so Martin Winkler, Vorstand der Volksbank Kirchheim-Nürtingen eG, „entsteht durch das größere Haus ein noch attraktiverer Arbeitgeber, der interessante berufliche Entwicklungsperspektiven bietet. Die wirtschaftliche Kraft der Bank ermöglicht langfristig sichere Arbeitsplätze.“

Weil Kreditinstitute durch den Gesetzgeber in Deutschland und Europa zudem vor immer neue Herausforderungen gestellt werden, „können wir mit dem Zusammenschluss zu einer genossenschaftlichen Regionalbank diese regulatorischen Anforderungen gemeinsam besser bewältigen und durch die Vermeidung von Doppelarbeiten schließlich auch Kosten senken“, betont Markus Schaaf, Vorstand der Volksbank Esslingen eG. Das Geld soll lieber dort investiert werden, wo Mitglieder und Kunden profitieren: in Beratungszeit, moderne Kommunikations- und Vertriebswege sowie die Unterstützung von Vereinen und Initiativen vor Ort.

Gute Vorbereitung

Nachdem in diesen Tagen die Aufsichtsräte beider Banken in getrennten Sitzungen jeweils einstimmig „grünes Licht“ für weitere Gespräche gegeben haben, werden die Vorstände auch die nächsten Schritte partnerschaftlich und konstruktiv einleiten. Die Mitgliedervertreter wurden bereits schriftlich benachrichtigt, weitere Informationen folgen in regionalen Veranstaltungen im 1. Quartal kommenden Jahres. Über ein Zusammengehen entscheiden dann die Vertreterversammlungen der Banken im Mai 2020.

Die „neue“ Genossenschaftsbank soll (juristisch rückwirkend) zum 1. Januar 2020 unter dem Namen „Volksbank Mittlerer Neckar eG“ entstehen. Im Zuge des Zusammenwachsens werden vor allem die Mitarbeiter beider Häuser einbezogen. „Wir wollen in dem Prozess alle Beteiligten Schritt für Schritt mitnehmen“, betonen die Vorstände.

Mit der erfolgreichen Fusion der zwei Kreditinstitute würde eine starke genossenschaftliche Regionalbank im Landkreis Esslingen entstehen. Das gemeinsame Institut käme aus heutiger Sicht auf eine Bilanzsumme von rund 3,7 Mrd. Euro. Weitere wichtige Kennziffern: 39 Geschäftsstellen, 165.000 Kunden und 88.000 Mitglieder (genossenschaftliche Anteilseigner) sowie fast 600 Mitarbeiter.