Schulspeisen per Mausklick

ESSLINGEN: Drei Monate im Voraus können Schüler der Gemeinschaftsschule am Schillerpark ihr Essen daheim bestellen

Ob sie heute Gulasch mit Spätzle oder Gnocchi mit Gemüse essen, das konnten die Schülerinnen und Schüler der Gemeinschaftsschule am Schillerpark bereits vor drei Monaten Zuhause am Bildschirm entscheiden. Seit dem neuen Schuljahr erleichtert nämlich ein neues Bestell-und Zahlsystem den Ablauf im Mensabetrieb und damit ist nicht nur den vier Teilzeitangestellten sowie den 30 Ehrenamtlichen geholfen.

Foto: Bulgrin

„Wenn es mit dem Essen funktioniert, dann läuft auch alles andere gut“, meinte Bürgermeister Markus Raab bei der offiziellen Einführung des neuen virtuellen Bestell-und Zahlsystems in der Mensa der Gemeinschaftsschule am Schillerpark mit einem Augenzwinkern. Vorbei sind die Zeiten, in denen einzelne Essensmarken verkauft wurden und so mancher Schüler nicht das gewünschte Gericht erhielt. Seit dem neuen Schuljahr sind nämlich die Ganztagesangebote für die Fünftklässler verpflichtend. Und das heißt für die vier Teilzeitangestellten sowie die rund 30 ehrenamtlichen Mütter und einem 82-jährigen Großvater, am Tag bis zu 160 Essen auszugeben. Dieses wird übrigens von der Diakonie Stetten geliefert. Dank einer laut Raab größeren Investition der Volksbank Esslingen konnte der Ablauf nun vereinfacht werden. Markus Schaaf lobte seinerseits die gemütliche Atmosphäre in der Mensa, in der Frühlingsblumen die Tische schmückten. Die Volksbank sehe sich nämlich als Partner der Schulen, meinte das Vorstandsmitglied. Gestern standen Gulasch und Spätzle sowie Gnocchi mit Gemüse auf dem Speiseplan. Schüler und Eltern können sich bereits Zuhause drei Monate vorher im Internet über die Angebote informieren und spätestens bis eine Woche vor Ausgabe bestellen. Die Zahlung erfolgt auf ein Konto. Der Sprössling legt nur eine mit seinem Namen codierte Karte bei der Ausgabe auf ein Lesegerät und auf dem Bildschirm hinter der Theke erscheint dann das bestellte Gericht. „So können wir kontrollieren, ob auch jeder Fünftklässler eine warme Mahlzeit bekommt und gegebenenfalls mit den Eltern reden“, meinte Schulleiterin Christel Binder. Darüber hinaus entfalle eine mögliche Stigmatisierung von Schülern, die eine Ermäßigung erhalten. Eine Schülerin erhält laut Lehrer Oliver Bickel nun sogar ein Diätessen. Und wenn Zuhause kein Computer steht, dann wird über einen solchen in der Schule bestellt. Die Volksbank hat übrigens auch die Kosten für das neue Bestell-und Zahlsystem im Mörike Gymnasium übernommen. Die Zollberg Realschule und das Schelztor Gymnasium stehen in den Startlöchern.

Artikel von Sabine Försterling, Eßlinger Zeitung vom 09.03.2016