Yeldi stärkt die Inklusion

Hundeprojekt in der evangelischen Kindertagesstätte im Gartenstadthaus

Petra Schwarz (rechts ) mit Yeldi in der Kita-Gruppe. Anja-Katharina Eppstein, Andreas Fischer und Dekan Weißenborn (von links). Foto: Rapp-Hirrlinger

(mas) – Donnerstag ist in der evangelischen Kindertagesstätte Gartenstadthaus in Oberesslingen „Yeldi“-Tag. Seit einem halben Jahr kommt Petra Schwarz einmal pro Woche mit ihrem Therapiehund in die Gruppe von Erzieherin Elke Breckle. Möglich wurde das Hundeprojekt „Glückspfoten“, das ein Pilotprojekt in den evangelischen Kindertagesstätten in Esslingen ist, durch eine Spende der Volksbank Esslingen.

3000 Euro hat die Bank für die Inklusion in den Kindertagesstätten bereitgestellt, ein Teil kommt „Glückspfoten“ zu Gute. „Wir unterstützen seit einem Jahr verstärkt die Inklusion in vielen Bereichen“, erklärt Andreas Fischer, bei der Volksbank für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig. Gemeinsam mit Dekan Bernd Weißenborn machte er sich vor Ort selbst ein Bild davon, wie das Projekt bei Kindern und Erzieherinnen ankommt. „Wir wollen als Kindergartenträger mithelfen, dass Inklusion gelingt“, betont der Dekan. Immerhin würden in den Einrichtungen der Gesamtkirchengemeinde derzeit rund 15 Kinder mit Handicap betreut.

Ruhig und konzentriert sitzen die 14 Kinder im Alter zwischen drei und sechs Jahren in der Runde. Auf einer Schnur sind Hunde-Leckerlis aufgefädelt und ein Kind nach dem anderen darf Yeldi rufen, der dann den Leckerbissen vorsichtig abknabbert. In einem anderen Spiel animiert Schwarz die Kinder dazu, sich paarweise zu unterstützen, damit ein Kind ein Leckerli auf dem Fuß platzieren kann, das der fünf Jahre alte Mischlingshund behutsam aufnimmt. Ängste abzubauen, Selbstbewusstseinzu entwickeln, die Kooperation zu üben und zu lernen, sich auch zurückzunehmen – das nennt Breckle als wichtigste Ziele des Projektes. Rasch zeigten sich Erfolge. „Das soziale Miteinander hat sich sehr verbessert, die Kinder gehen ganz anders miteinander um“, erklärt die Erzieherin. Bewusst richtet sich das inklusive Projekt an alle Kinder: „Wir haben hier Kinder mit und ohne Behinderung, mit oder ohne Migrationshintergrund und aus schwierigen und guten Verhältnissen. Inklusion tut allen gut“, sagt Kita-Leiterin Anja-Katharina Eppstein.

Deshalb wird Yeldi nach den Weihnachtsferien in eine andere Gruppe wechseln. Auch die Evangelische Kirchengemeinde Oberesslingen unterstützt das Projekt.